25 Jahre GGG Voluntas

Vom Projekt zur gut aufgestellten Institution

GGG Voluntas ist aus der Idee entstanden, Menschen bei individuellen Patientenverfügungen und dem Ordnen der letzten Dinge zu unterstützen. Als Gründungsjahr gilt 1993: der GGG-Vorstand genehmigte das Konzept "Voluntas - Zentrum für selbstbestimmtes Gestalten des letzten Lebensabschnitts", mit dem eine Anlaufstelle für Fragen in Sachen Vorsorgeverfügungen eingerichtet werden sollte.  Dass dieses Beratungsangebot von spezifisch geschultgen Freiwilligen geleistet wird, ist bis heute ein wesentliches Merkmal unserer Arbeit.

Im Jahr 1997 sagte die GGG Basel einem thematisch ähnlichen Projekt seine Unterstützung zu. Im Basler Lighthouse hatte sich gezeigt, dass die emotionale Begleitung schwerkranker Menschen eine wichtige Aufgabe darstellte, die über die medizinische Versorgung hinausgeht. Das GGG-Projekt "Schwerkranken nahe sein" hatte zum Ziel, Freiwillige für die Begleitung kranker und sterbender Menschen auszubilden und zu vermitteln.

Das Wachsen beider Bereiche führte zu einem Umzug in die gemeinsamen Räumlichkeiten an der Leimenstrasse 76 im Jahr 2002 und bildete den Start für die neue Organisation: GGG Voluntas.

Freiwillige stärken - starke Freiwillige

Die Freiwilligenarbeit von GGG Voluntas ist anspruchsvoll. Aus diesem Grund investierte GGG Voluntas von Anfang an in eine realitätsnahe Ausbildung und in fachliche wie persönliche Betreuung der Freiwilligen. Die Freiwilligen schätzen die Professionalität und die intensive Betreuung. Diese bilden den wesentlichen Rahmen für viele Jahre engagierte Mitarbeit bei GGG Voluntas. Und wir schätzen das grosse zeitliche und persönliche Engagement unserer 47 Freiwilligen!

Erfahrungen weitergeben

Als in der Schweiz die breite Diskussion um medizin-ethische Fragestellungen rings um Patientenverfügungen begann, verfügte GGG Voluntas in diesem Bereich bereits über Erfahrung und konnte diese beim Aufsetzen von Richtlinien (im Auftrag der SAMW, 2008) und beim Erarbeiten des Formulars der Basler Patientenverfügung einbringen (in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Gesellschaft Basel MedGes und dem Universitätsspital Basel, 2009, sowie dem Felix Platter-Spital als weiteren Herausgebe ab 2016).

Angehörige rücken in den Fokus

Seit 2006 funktionieren die beiden Dienstleistungen Begleiten kranker und sterbender Menschen und Beraten zur Patientenverfügung in festen Bahnen. Das Bildungsangebot hat sich bewährt und wird laufend aktualisiert. Der Bereich Begleiten entwickelt sich weiter in Richtung Palliative Care, komplementär zur Pflege. Immer häufiger geht es darum, chronisch Kranke und deren Angehörige über eine lange Phase in unterschiedlichen Situationen zu begleiten. Auch im Bereich Beratung sind die Angehörigen wichtiger geworden, nicht zuletzt seit Inkrafttreten des neuen Erwachsenenschutzgesetzes am 1.1.2013.

Vernetzung und gezielte Kooperationen

Die enge Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ist eine wichtig Konstante. GGG Voluntas steht in regem Kontakt mit Partnern wie zum Beispiel der Spitex, dem SRK, der Krebsliga, den Sozialdiensten, kantonalen Behörden und Seniorenverbänden. Die sehr praxisbezogenen Ausbildungen von GGG Voluntas werden auch von Fachpersonen aus den Bereichen Pflege und Sozialarbeit besucht. Weiter wird GGG Voluntas als kompetente Anlaufstelle genutzt, sei dies für telefonische Auskünfte, aber auch für thematische Vorträge in anderen Institutionen.

Das Unterstützen bei der Bewältigung von Krankheit, Trauer und Sterben steht immer noch im Zentrum des Engagements. Und nach 25 Jahren sieht sich GGG Voluntas in der Relevanz des Themas und in der Positionierung als weltanschaulich neutrale, politisch unabhängige Organisation im Bereich der qualifizierten Freiwilligenarbeit bestätigt.